Gute UX, gute Arbeit: Warum modernes Design auch intern wichtig ist

Dynamic Stage Client mit CRM-Ansicht zur strukturierten Bearbeitung von Servicefällen und Statusübersicht in Echtzeit
Fachartikel

Die Versicherungsbranche digitalisiert – doch bei interner Software liegt der Fokus selten auf modernen Oberflächen. Dadurch leidet nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeiter, sondern auch die Effizienz.

User Experience (UX) wird bei interner Software noch immer unterschätzt

Digitale Services für Endkunden glänzen oftmals mit intuitiven Oberflächen, klarer Navigation und modernem Design. Doch sobald Software für den internen Gebrauch beschafft wird, ändern sich die Prioritäten: Funktionalität, Preis und Compliance stehen plötzlich im Vordergrund. Die Nutzererfahrung bleibt auf der Strecke. Auch in der Versicherungsbranche, wo viele Systeme lange Zeit im Einsatz sind, wird interne Software häufig zu selten unter dem Gesichtspunkt der Benutzerfreundlichkeit bewertet.

„Das Wichtigste ist, dass die Software sämtliche Funktionalitäten bietet“ – diese Haltung ist weit verbreitet. Und während es durchaus richtig ist, Software aufgrund von Funktionalitäten und technischen Anforderungen auszuwählen, wird dabei das Potenzial ignoriert, das in der Optimierung der UX liegt. Unternehmen, die UX als strategischen Hebel begreifen, erschließen sich nicht nur Effizienzgewinne, sondern auch eine nachhaltigere Mitarbeiterzufriedenheit.

Wie beeinflusst gutes UX die Effizienz im Arbeitsalltag?

Eine gut durchdachte UX und damit auch ein aufgeräumtes User Interface (UI) machen – besonders bei komplexen Geschäftsprozessen – einen großen Unterschied. Denn wenn sich Oberflächen an bekannten Mustern orientieren, wichtige Funktionen dort liegen, wo der Nutzer sie intuitiv erwartet und Navigationsstrukturen konsistent sind, steigt die Bearbeitungsgeschwindigkeit deutlich.

In der Versicherungsbranche, wo Prozesse oft aus vielen Einzelschritten bestehen, reduziert eine gute UX unnötige Klickwege und senkt die kognitive Belastung. Nutzer kommen schneller zum Ziel, machen weniger Fehler und können sich stärker auf die inhaltliche Bewertung der Fälle konzentrieren.

Gutes UX beeinflusst die KPIs

Die positiven Effekte einer durchdachten UX lassen sich anhand klarer Leistungskennzahlen belegen:

  • Bearbeitungszeiten sinken, weil Prozesse logisch geführt und visuelle Hürden minimiert werden.
  • Die Mitarbeiterzufriedenheit steigt, da die Arbeit angenehmer und flüssiger abläuft und die Software sich an den Nutzer anpasst.
  • Die Kundenzufriedenheit steigt, da die Kundenanliegen schneller bearbeitet werden und so das Serviceerlebnis verbessern.

Gerade in serviceorientierten Branchen wie Versicherungen zeigt sich: Eine gute interne UX führt zu effizienteren Abläufen und schafft gleichzeitig Raum für Qualität in der Kundeninteraktion.

Was gutes UI-Design ausmacht

Ein starkes UI ist klar, konsistent und auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt. Es berücksichtigt das Corporate Design des jeweiligen Unternehmens ebenso wie etablierte Bedienstandards. Gute Interfaces setzen auf vertraute Strukturen: Einstellungen sind dort zu finden, wo Nutzer sie erwarten, und nicht an wechselnden Stellen. Auch kleine Details – wie ein dezent platzierter Benachrichtigungston – können eine große Wirkung entfalten, wenn sie an den Nutzungskontext angepasst sind.

Doch auch, was im Designerauge modern aussieht, ist nicht automatisch benutzerfreundlich. Zu viele visuelle Spielereien, unklare Schaltflächen oder übermäßige Farbenvielfalt lenken ab und erschweren die Orientierung. Hier gilt: Form folgt Funktion.

UX spielt eine entscheidende Rolle in Change-Prozessen

UX ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Einführung neuer Softwarelösungen. Denn ob neue Systeme akzeptiert und effizient genutzt werden, hängt maßgeblich davon ab, wie intuitiv sie bedienbar sind. Je besser die Usability, desto schneller finden sich Mitarbeiter in neuen Prozessen zurecht.

Gerade in Unternehmen mit komplexen Abläufen schafft eine durchdachte Nutzerführung Orientierung und Sicherheit. UX wird so zum Brückenbauer zwischen vertrauten Arbeitsweisen und neuer Technologie.

Welche Trends prägen die UX-Strategien von morgen?

Neben KI-gestützten Systemen und smarten Chatbots gewinnen zwei Themen zunehmend an Bedeutung:

Barrierefreiheit: Durch gesetzliche Regelungen – wie die verschärfte Barrierefreiheitsverordnung – wird sie auch im B2B-Kontext relevanter. Dabei geht es nicht nur um Menschen mit dauerhaften Einschränkungen, sondern um alle, deren Fähigkeiten sich temporär oder dauerhaft verändern können.

Emotionale UX: Animierte Ladebalken, Mikrointeraktionen oder Feedback-Loops schaffen Vertrauen. Sie signalisieren: Das System arbeitet im Hintergrund. Diese emotionale Begleitung stärkt die Nutzerbindung.

UX ist ein zentraler Erfolgsfaktor digitaler Transformation. Wer heute in gute UX investiert, schafft die Grundlage für effiziente, zufriedenstellende und zukunftssichere Arbeitsprozesse.

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Foto von Dr. Moritz Liebeknecht.  Lächelt in die Kamera.
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